Unterschiedliche Definition des Wortes „fair“

Ein durchschnittlicher Internetnutzer verbraucht lt. Bundesnetzagentur1 nur 21 GB im Monat. Damit alle das Internet gleich gut nutzen können, reduzieren wir ab 01.10.2014 und ab einer Nutzung von 300 GB in drei aufeinanderfolgenden Abrechnungsmonaten (dem 14-fachen des Durchschnittsverbrauchs) die Geschwindigkeit auf bis zu 2.000 KBit/s. Dies erfolgt erst ab dem 4. Monat und jeweils erst ab 300 GB bis zum Ende des Abrechnungsmonats. Auch mit der reduzierten Geschwindigkeit kann jeder problemlos surfen, E-Mails abrufen, Facebook nutzen und auch YouTube-Videos ansehen.

Schön schöngeredet, o2. Natürlich sind 300 GB ein ordentlich hohes Limit und es mag sogar sein, dass es das 14-fache des Durchschnittsusers ist. Aber erstens ist es eine Milchmädchenrechnung, weil hinter einem Anschluss in vielen Fällen mehrere Durchschnittsuser hängen und zweitens geht der Traffic in den nächsten Jahren sicher eher extrem nach oben. Online-Backups, der umstieg von Fernsehen auf streaming, der Umstieg von HD auf 4K, Smartphones, die ihre Bilder und Videos über die Cloud synchronisieren.

Glücklicherweise haben viele o2-Verträge einmonatige Kündigungsfrist. Ich würde schnellstens irgendwo hin wechseln, wo eine Flatrate eine Flatrate ist. Provider sollten zukünftig gar nicht auf die Idee kommen, dass das eine Option für Zusatzverdienste ist.