Mixxt & Barcamps: Es reicht!

Lange genug haben wir hingenommen, dass es in Deutschland offenbar aktzeptiert ist, dass BarCamps und eine Reihe anderer Konferenzen keine Website aufsetzen und stattdessen auf die Community-Plattform Mixxt zurückgreifen.

Selbst das User-Experience Camp Europe setzt auf diese Plattform, was in meinen Augen ein Wiederspruch in sich ist. Denn die Erfahrung, die ein Nutzer dort macht ist alles andere als optimal. Trotz der Tatsache, dass die Communities untereinander vernetzt sind und sich damit die Benutzeraccounts teilen, fühlt sich jede Anmeldung wie eine mittelgroße Steuererklärung an.

Die Formulare sehen teilweise Grausam aus. Kein Wunder, sie scheinen aus grauer Vorzeit zu stammen. Die Teilnehmerlisten verhalten sich unlogisch, sind unübersichtlich und Anmeldung für eine Veranstaltung ist ebenfalls ein graus. Gerne kommt es vor, dass man ein Ticket für die Teilnahme am Sonntag bekommt, die Seite in der Zwischenzeit unter der Last zusammenbricht, und der Samstag ausgebucht ist, sobald man wieder einen Fuß an den Grund bekommt. Offenbar sind die Mixxt-Server selbst der Anmeldung bei mittelgroßen Veranstaltungen nicht gewachsen.

Was nun?

Die Frage ist, was mache ich nun mit dieser Erkenntnis. Besonders neu ist sie ja nicht. Bei jeder Veranstaltungsanmeldung wieder dieses innerliche Zusammenzucken beim Anblick der Seite und auch von anderen hört man auf den Veranstaltungen haufenweise Klagen.

Meine Idee ist nun, dass wir ein Utopia der Veranstaltungsseiten schaffen. Eine Plattform, die das schnelle Generieren einer solchen Seite erlaubt, ähnliche Funktionen anbietet aber alles mit dem Hintergedanken es besser machen zu wollen.

Wir müssen ja nicht gleich bei Adam und Eva anfangen. Es gibt fertige Plattformen, die mit Communities klarkommen und die erweiterbar sind. Mir springt da zuallererst Drupal in den Kopf. Zugegeben, auch weil ich nahezu täglich damit arbeite und unter Anderem dieses Blog damit läuft. Trotzdem ist Drupal in meinen Augen eine gute Basis.

Das Problem dabei ist, dass man schon einmal mit dem System gearbeitet haben sollte, bevor man eine Veranstaltungsseite zusammenstellt. Die richtigen Module müssen zusammengesucht werden (und das sind nicht wenige) und der ganze Krempel muss dann konfiguriert werden. Hierfür gibt es aber ein paar Möglichkeiten, eine Vorkonfiguration zu treffen, so dass die Seite mit einigen wenigen Schritten online und lauffähig wäre.

Andere Fragen (z.B. nach Hosting oder ein paar speziellen Templates) bleiben sicher noch zu klären. Aber haufenweise Anforderungen an eine solche Seite sind von der Drupal-Community bereits gelöst, andere könnten später über die Modulschnittstelle nachgerüstet werden.

Ich bin gespannt, ob in der Bar- und Themencamp-Landschaft Interesse an der Umsetzung dieser fixen Idee besteht.