Kirby Beta

Ich bin irgendwann vor langer, langer Zeit zu Drupal gekommen und gerade durch einige Projektbezogene Ausflüge in andere Gefilde wurde ich darin bestärkt, dass es in meinen Augen für sehr viele Anwendungsfälle das beste CMS ist. An dieser Ansicht hat sich auch nicht besonders viel geändert.

Allerdings gibt es für einige Anwendungsfälle ein neues CMS in der Stadt. Es heißt Kirby. Kirby nutzt keine Datenbank und ist ziemlich simpel, außerdem ist es ein Homebrew-CMS. Drei Gründe, die mich skeptisch werden ließen, als Bastian die Katze aus dem Sack ließ.

Nach den ersten wenigen Tagen des herumspielens muss ich gestehen, dass sich meine Skepsis in Luft aufgelöst hat. Kirby ist cool.

Ja, Kirby ist ziemlich einfach. Aber man ist jederzeit nah am PHP und kann einfach eingreifen (Ich weiß, es gibt ähnliche Systeme mit viel cooleren Programmiersprachen, die ich aber alle noch weit weniger beherrsche als PHP). Außerdem ist das System für ein Homebrew-System überraschend flexibel und so lassen sich eine Reihe meiner Anforderungen leicht erfüllen.

Andere jedoch gar nicht, aber das ist in Ordnung. Die Dinge, die Kirby tun soll, tut es gut. Es gibt mir eine einfache Template-Engine, die nicht noch eine weitere Fantasie-Skriptsprache einführt, sondern nutzt auch hier PHP. Es gibt mir einfachen Zugriff auf meine Daten, ich brauche allerdings FTP-Zugriff und mehr als einen Benutzer gibt es genau so wenig wie eine Rechteverwaltung. Das ist für viele Websites ein Totschlagargument, aber das ist okay. Für einige aber auch nicht. Wie zum Beispiel diese Website.

Hier ist Kirby in seinem Element und ich habe gerade so viel Spaß, hier alles anzupassen und neu zu bauen. Daher empfehle ich jedem, der sich von den oben genannten Schwächen nicht abschrecken lässt, einen Blick auf Kirby zu werfen.

Aktuell ist es noch in der Betaphase, aber da Bastian Kirby schon seit langer Zeit bei Kundenprojekten einsetzt, ist es schon ziemlich rund. In Kürze wird es dann hoffentlich der breiten Masse zur Verfügung stehen. Die anvisierten Lizenzkosten von ca. 30 Euro sollte einem der Spaß wert sein.