Kein Kommentar

Eine Sau, die regelmäßig durchs Dorf getrieben wird, sind die Kommentare in Blogs. Nachdem Matt Gemmel vor einigen Tagen über das Deaktivieren der Kommentare in seinem Blog berichtete, ging mir das Thema auch noch einmal durch den Kopf.

Matt Gemmel:

Just over a month ago, I switched comments off for this blog. I wanted to post a very brief follow-up on that decision.

In a nutshell, it was definitely the right move.

Zuerst lief dieses Blog mit Drupal, was das ermöglichen von Kommentaren zu einem Kinderspiel gemacht hätte, nach der Umstellung auf Kirby wäre der Aufwand etwas größer. Da ich meine Kommentare weder Disqus noch Facebook anvertrauen würde, hätte ich die Funktion selbst basteln müssen. Das ist auch nicht so besonders aufwändig, aber auch völlig egal. Ich bekomme Feedback auf Twitter, per Mail oder auf irgendeinem der unzähligen anderen Kanäle.

Es geht bei den Kommentaren primär um die schnelle Interaktion und den Austausch. Wer mit meinem Beitrag ein Problem hat, soll einen eigenen schreiben, twittern, einen Post bei Google+ hinterlassen oder irgendwas erzeugen, was einen permanenten Link hat. Ich verweise gerne darauf und gehe darauf ein.

Aber in vielen Blogs sind Kommentare einfach nicht mehr nötig. Sie kommen aus einer grauen Vorzeit des Netzes, wo es oft der einzige Weg war, unmittelbar mit dem Autoren zu kommunizieren. Auch überrascht es nicht, wenn sich Kommentatoren in einem Blog für Kommentare in Blogs aussprechen.

Ich habe ja auch kein generelles Problem mit Kommentaren, an vielen Stellen im Netz kann eine Kommentardiskussion sehr sinnvoll sein. Nur möchte ich hier keine haben. Wer mit mir in Kontakt treten soll, darf das gerne tun. Aber ich brauche hier einfach keine Drei-Wort-Kommentare von Leuten, die Backlinks sammeln wollen, ich möchte keinen Spam abwehren müssen und ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich Gedanken besser ausformuliere und zu Ende denke, wenn ich anderen diese per Twitter oder E-Mail zukommen lassen muss, weil ihre Blogs keine Kommentare zulassen.

Update: Ich bin nicht allein