auch

die Hülle von auch auf meinem Schreibtisch

Ich bin schon lange Anhänger der die ärzte. Ich bin bei jeder Tour auf mindestens einem Konzert, habe alle Alben und fast alle Singles als physische Datenträger, in meinem Schlafzimmer hängt ein signiertes Tourposter der 2001er „Rauf auf die Bühne, Unsichbarer“-Tour, Bela und Farin malten mir Bilder in meine Biografie und Rod ein Rod Army-Logo auf meinen Mantel, den ich damals trug. Eine der ersten Websites, die von mir das Licht des Internets erblickten war eine Fanpage (mit sozialem Fannetzwerk!). Eine gewisse altersmilde hat sich sicherlich inzwischen eingestellt. Trotzdem besorgte ich mir natürlich auch gleich das neue Album auch, trotz der mäßigen ersten Single zeiDverschwÄndung.

Meine Erwartungen auch nach dem eher schwächeren letzten Album waren also nicht besonders hoch. Dann eröffnet das Album mit der Zeile „Fick dich und deine Schwester“. Das klingt ja fast wie früher. Ist den Helden meiner Jugend etwa endlich wieder ein Knaller geglückt? Die Antwort lautet nach mehrmaligem Durchhören ganz klar: jain. Das Album ist sehr durchwachsen. Vor allem die Lieder von Rod – sorry Rod – klingen wie eingeschlafene Füße. Tamagotchi ist hoffentlich so ironisch ironisch, dass ich es als Nicht-Musiker einfach nicht verstehe. Aber es sind auch ein paar gelungene Lieder auf dem Album, das gleichzeitig als Brettspiel in einer Schachtel daherkommt. Außer man kauft nur den Download.

Fiasko, Cpt. Metal gehen wieder ordentlich nach vorn und auch Ist das noch Punkrock, TCR und Bettmagnet wissen zu gefallen. Waldspaziergang mit Folgen ist wieder ein echter Urlaub und erinnert mich ein wenig an Jag älskar Sverige!.

Unterm Strich ist das Album auch eher eins der schwächeren aus dem Hause der die ärzte, dass sicher nicht an die besten Zeiten herankommt. Aber es ist auch kein kompletter Reinfall. Wir sehen uns auf den Konzerten!