
Seit Jahren habe ich gesagt, der nächste Schritt in meiner Fotoausrüstung ist die Canon 5D Mark III. Jetzt ist sie da und ich zögere. Zum einen sicher auch wegen des höheren Preises. Hey, es ist immer noch ein Hobby. Zum anderen merke ich, dass ich die Spiegelreflex immer seltener einpacke. Zu sperrig, zu viel Zubehör einzupacken.
So kam es, dass ich sie in den Skiurlaub im März nicht einmal einpackte. Sicher gab es den einen oder anderen Moment, wo ich mit der Canon mehr hätte herausholen können. Aber die hatte ich ja nicht dabei. Was ich stattdessen dabei hatte? Mein iPhone 4S. Geschützt von einem Lifeproof-Case habe ich auch auf der Piste und im Wasser Fotos und Videos gemacht. In Aperture kann ich selbst aus den Videos Standbilder speichern, die durchaus zu gebrauchen sind.

Neben der Tatsache, dass die iPhone-Kamera den Vorteil bietet, dass ich sie sowieso dabei habe, sind die Bilder automatisch mit GPS-Koordinaten versehen, ich kann sie direkt am Gerät bearbeiten, mit anderen teilen und sie werden automatisch auf den Rechner übertragen.
Ohne Frage lassen sich mit dem iPhone nicht die gleiche Bilder machen, wie mit einer Spiegelreflexkamera. Ich habe Blitze, die ich für Portraitaufnahmen gerne einsetze und entfesselt auslöse. Auch das Weitwinkel des iPhones ist eine Einschränkung und die Aufnahmequalität in dunklen Umgebungen sowieso. Die Frage ist jetzt, was das für mich bedeutet und das weiß ich leider selbst nicht so genau. Gebe ich noch mal drei- bis sechstausend Euro für eine Canon 5D Mark III, das 70-200mm f/2.8 und eine Hand voll Zubehör aus? Was gibt mir das? Vollformat nehme ich gerne, weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten ebenso, die Videofunktion mit Schärfentiefe und die Bildqualität sind nur ein paar der weiteren Pluspunkte. Aber in welchen Situationen überwiegen diese die Vorzüge des iPhones?
Nikon bügelt einige der Nachteile einer DSLR in der neuen D3200 mit einem kleinen Dongle aus, das die Bilder direkt ans Smartphone überträgt und es auch als Viewfinder und Auslöser fungieren lässt. Eine andere Möglichkeit wäre eine Bridgekamera, die Fuji X10 zum Beispiel. Aber auch die lebt an einem komischen Platz zwischen iPhone und Spiegelreflex. Zwar schleppe ich da keinen Objektivpark mit mir herum, der zusätzliche Aufwand für die Übertragung und die fehlende Bearbeitung bleibt.

Die Frage bleibt also: was mache ich eigentlich mit der Kamera? Nüchtern betrachtet halte ich meistens mein Leben fest, versuche Erinnerungen bestmöglich einzufangen, so dass ich sie später gerne noch mal ansehe. Darum versuche ich auch auf dem iPhone meine Fotos bestmöglich in Szene zu setzen. Natürlich sind die Möglichkeiten begrenzt, aber das kann man ja auch als Herausforderung verstehen. Für Fotoshootings von Orten oder Personen bleibe ich notgedrungen bei der Spiegelreflex-Ausrüstung. Für alles Andere habe ich ein immer besseres Gefühl damit, nichts außer dem iPhone dabei zu haben. Gerne hätte ich für meine nächste Kamera auch ein kleines Dongle das Koordinaten liefert und mit meinem Telefon kommuniziert. Bis dahin bleibt die Kamera die Alte.
Gerade wenn es darum geht, Erinnerungen einzufangen ist ein riesen Pluspunkt, die Kamera in einem Gerät zu haben, das ich sowieso in der Tasche habe. Für mich fühlt es sich mittlerweile so an, als würden mit dem iPhone ehrlichere Bilder entstehen. Bei der DSLR gibt es immer den Vorsatz, das ganze Gerümpel einzupacken und jetzt fotografieren zu gehen. Also mit Absicht an einem bestimmten Ort ein bestimmtes Bild zu machen. Ich werde wieder zufriedener mit der aktuellen Situation, je länger ich darüber nachdenke. Warten wir also erstmal bis die 5D Mark III ein paar Euro um Preis gefallen ist und die Kinderkrankheiten beseitigt wurden.

Alle Fotos habe ich mit meinem iPhone aufgenommen, bzw. aufnehmen lassen. Das Foto von mir beim Snowboarden ist mit Aperture aus einem Video extrahiert.
Vielen Dank noch mal an Marc für die großartige Konferenz. Die Slides habe ich mal bei Speakerdeck hochgeladen. Falls der Videomitschnitt veröffentlicht wird, reiche ich den nach.
IKEA räumt in den Wohnzimmern auf und verheiratet Fernseher und Sideboard. Sieht wirklich nett aus. Wahrscheinlich nichts für mich mit meinem sehr speziellen Setup. Aber eine einfache, ordentliche und bequeme Lösung wird für viele ein ziehendes Argument sein. Außerdem ein sympathisches Video.

Ich bin schon lange Anhänger der die ärzte. Ich bin bei jeder Tour auf mindestens einem Konzert, habe alle Alben und fast alle Singles als physische Datenträger, in meinem Schlafzimmer hängt ein signiertes Tourposter der 2001er „Rauf auf die Bühne, Unsichbarer“-Tour, Bela und Farin malten mir Bilder in meine Biografie und Rod ein Rod Army-Logo auf meinen Mantel, den ich damals trug. Eine der ersten Websites, die von mir das Licht des Internets erblickten war eine Fanpage (mit sozialem Fannetzwerk!). Eine gewisse altersmilde hat sich sicherlich inzwischen eingestellt. Trotzdem besorgte ich mir natürlich auch gleich das neue Album auch, trotz der mäßigen ersten Single zeiDverschwÄndung.
Meine Erwartungen auch nach dem eher schwächeren letzten Album waren also nicht besonders hoch. Dann eröffnet das Album mit der Zeile „Fick dich und deine Schwester“. Das klingt ja fast wie früher. Ist den Helden meiner Jugend etwa endlich wieder ein Knaller geglückt? Die Antwort lautet nach mehrmaligem Durchhören ganz klar: jain. Das Album ist sehr durchwachsen. Vor allem die Lieder von Rod – sorry Rod – klingen wie eingeschlafene Füße. Tamagotchi ist hoffentlich so ironisch ironisch, dass ich es als Nicht-Musiker einfach nicht verstehe. Aber es sind auch ein paar gelungene Lieder auf dem Album, das gleichzeitig als Brettspiel in einer Schachtel daherkommt. Außer man kauft nur den Download.
Fiasko, Cpt. Metal gehen wieder ordentlich nach vorn und auch Ist das noch Punkrock, TCR und Bettmagnet wissen zu gefallen. Waldspaziergang mit Folgen ist wieder ein echter Urlaub und erinnert mich ein wenig an Jag älskar Sverige!.
Unterm Strich ist das Album auch eher eins der schwächeren aus dem Hause der die ärzte, dass sicher nicht an die besten Zeiten herankommt. Aber es ist auch kein kompletter Reinfall. Wir sehen uns auf den Konzerten!
Die Applegazette hat aus verschiedenen Quellen Fotos aus dem Apple-Hauptquartier zusammengetragen.

Nachdem der Film jahrelang durchs Internet geisterte, mehrmals auf der Kippe stand und mit Hilfe von Spenden aus der Community doch fertig wurde, sah ich Mittwoch Nacht die Vorschau im der Schauburg.
Die Story war aus den unzähligen Trailern und Teasen bekannt: nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg versteckten sich einige Nazis in einer Kolonie auf der Rückseite des Mondes um dann 2018 die Erde anzugreifen. Ich möchte vorweg nehmen, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt schlecht unterhalten fühlte. Allerdings hätte ich nach den Trailern mehr Action und visuelles Feuerwerk erwartet und weniger versuchte Geschichte.
Die Optik des Filmes ist beeindruckend, gerade wenn man sich das – für einen Sci-Fi-Film – lächerliche Budget von nicht einmal 8 Millionen Euro vor Augen führt. Der Film ist unterhaltsam und bietet einige gute Witze und Anspielungen. An einigen Stellen wirk der Humor dann aber etwas künstlich und übertrieben. Insgesamt ist der Film für meinen Geschmack aber zu zahm und ich hätte mir an vielen Stellen etwas mehr Wagnis gewünscht. Wahrscheinlich ein Problem bei so vielen Investoren, Filmförderungen und Stiftungen, dass das Ergebnis eine Idee zu rund gelutscht wird. Unterm Strich aber den Eintritt ins Kino durchaus wert, wenn man sich auf die Story einlässt.
★★★☆☆
Inspirierendes Interview von Kevin Rose mit Scott Harrison von Charity: Water, das mir erstmalig ein wirklich gutes Gefühl gibt, Geld zu geben. Ich habe auch gerade meinen nächsten Geburtstag gespendet.
Neben unserem Hauptformat Vier Themen haben Marcel und ich nun noch einen zweiten Podcast unter dem Dach von Vier veröffentlicht. Da wir immer mehr Apps hatten, über die wir sprechen wollten, als Platz in der Sendung war, haben wir ihnen nun ein eigenes Format eingeräumt. Bekannte Struktur nur dieses Mal geht es ausschließlich um iOS-Apps. Ich hoffe wir hören uns.
Seit gestern ist die Beta von Photoshop CS6 draußen und bei Bjango gibt es eine Liste mit einigen der neuen Features, die besonders für Screendesigner interessant sind. Viele kleine Dinge, die ich mir schon länger wünsche, wie die Effekte und Schnittmasken für Gruppen oder die Ebenensuche. Auch das Vector Pixel Snapping sieht vielversprechend aus.
Ich werde wohl nicht drum herum kommen wollen.
Wir haben eine neue Folge aufgenommen und auch eine kleine Website beigelegt.